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Fitch – Hoppenstedt – DBRS – Ernst & Young – FERI
Themen heute:
1. Neuer Pressesprecher bei Fitch
2. Hoppenstedt-Ranking der jüngsten Börsengänge 2006
3. DBRS ratet erstmals schwedische Bankengruppe
4. Rating und Unternehmenstransparenz
5. Feri’s Immobilienmarktrating
Veranstaltungshinweise:
a) Der Uhlenbruch Verlag – Finance for Professionals bietet im Februar und März folgende Veranstaltungen an: „Excel im Bond-Management“, 14. - 16. Februar 2007, Kronberg/Ts., „Neue Methoden für Risikoanalyse, Simulation und Portfoliokonstruktion“, 12. - 13. März 2007, Kronberg/Ts., „Professionelle Asset Allocation“, 14. - 15. März 2007, Kronberg/Ts. und „Wertsicherungsstrategien für die Asset Allocation“, 16. März 2007, Kronberg/Ts.
Anmeldung und weitere Informationen unter www.uhlenbruch.com.
b) Die 14. Qualifizierungrunde zum Ratinganalysten an der Universität Augsburg startet am 12. März 2007. Anmeldung und weitere Informationen unter www.rating-augsburg.de.
Im Rahmen der 4. Offenen Weiterbildung im Bereich Rating des ZWW der Universität Augsburg finden folgende Veranstaltungen statt: „Management und Personalwesen als qualitatives Kriterium bei Ratingverfahren“, 12. Januar 2007, „Ratingverfahren einer Leasinggesellschaft (qualitative Unternehmensanalyse)“, 20. Januar 2007, „Rating-Advisory: Optimierung des Ratings und Strategien“, 2./3. Februar 2007 und „Alternative Finanzierungsformen für mittelständische Unternehmen“, 23./24. Februar 2007.
Weitere Informationen unter
http://www.rating-analyst.de/weiterbildung/4_weiterbildungsreihe.html.
Literaturhinweis:
Everling, Oliver: Ratingagenturen unter Aufsicht, in: portfolio institutionell, www.portfolio-institutionell.de, Ausgabe 6, Dezember 2006, Seite 14 - 16.
Redaktion:
My Linh Trieu, RATING EVIDENCE GmbH, http://ww.everling-newsletter.de
Willkommen beim Everling Internet Newsletter Ausgabe 1/2007 vom 03. Januar 2007!
1. Neuer Pressesprecher bei Fitch
Fitch Deutschland GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, eine der drei großen internationalen Ratingagenturen, hat einen neuen Pressesprecher. Seit Anfang des Jahres 2007 nimmt Christian Giesen (39) diese Aufgabe wahr. Giesen war zuletzt als Unternehmenssprecher für Coface Deutschland, Mainz, einem internationalen Kreditversicherer und Anbieter von Dienstleistungen im Risiko- und Forderungsmanagement, tätig.
Coface Deutschland betreibt durch vier operative Gesellschaften vier Geschäftsfelder. Die klassische Kreditversicherung schützt Unternehmen vor Forderungsverlusten im In- und Ausland. Dieses Geschäftsfeld wird von Coface Kredit betrieben. Coface Finanz ist spezialisiert auf Factoring, Coface Debitoren auf den Forderungseinzug (Inkasso) und Coface Rating auf Bonitätsinformationen (@rating). Die Gruppe verfügt über Informationen zu rund 44 Millionen Unternehmen in aller Welt.
Coface kann so Geschäftspartner von Kunden aus allen Branchen und in über 150 Ländern hinsichtlich deren Zahlungsfähigkeit überprüfen. Auf diesem Know-how bauen die umfassenden Dienstleistungen im Forderungsmanagement auf. Moody´s hat die Coface-Gruppe und Coface Kredit im Insurance Financial Strength Rating mit Aa3 bewertet. Fitch Ratings bewertet Coface Holding und Coface Finanz im Issuer Default Rating mit AA, Coface Kredit und Coface S.A. im Insurer Financial Strength Rating mit AA+. Standard & Poor’s (S&P) bewertet die französische Coface (Paris), die Coface Kredit und die Coface Finanz mit dem Langfristrating AA.
Bei der deutschen Tochtergesellschaft der Fitch-Gruppe ist die Aufgabe des Pressesprechers neu geschaffen worden und im Rang eines Directors angesiedelt. Giesen berichtet im Rahmen seiner Aufgabe an Horst Bertram, Senior Director Business Development. Das Feld Media Relations hatte bis zuletzt Bertram betreut. Dieser wird sich nun zu 100 Prozent auf die Geschäftsausweitung im Bereich Covered Bonds auf den Märkten Deutschland, Österreich und der Schweiz konzentrieren. Der Zuständigkeitsbereich des neuen Pressesprechers, Giesen, umfasst ebenfalls diese drei deutschsprachigen Märkte. Organisatorisch gehört er in das Team Business Development.
2. Hoppenstedt-Ranking der jüngsten Börsengänge 2006
Die Bandbreite der Kursentwicklung seit der Erstnotiz an einer deutschen Börse im Jahr 2006 reicht von einem annähernden Totalverlust bis hin zur Vervielfachung des Investments. Auch bei den größeren Emissionen des Jahres 2006 mit einem Volumen von mehr als 75 Mio. EUR haben die Kurse unterschiedliche Richtungen eingeschlagen. Insgesamt gab es 2006 immerhin 75 Börsengange, im Jahr 2005 waren es noch 24. Dies ist eine deutliche Steigerung, berichtet Hoppenstedt, Anbieter von Firmen-, Produkt- und Finanzinformationen.
Auf der Basis der Daten des Hoppenstedt-Aktienführers (www.hoppenstedt-aktienführer.de) wurde ein IPO-Perfomance-Ranking der größten Emissionen (größer als 75 Mio. EUR) seit dem 1. Januar 2006 erstellt. Insgesamt wurden 18 Unternehmen unterschiedlicher Branchenzugehörigkeit untersucht. Diese Betrachtung zeigt ein weitgehend positives Bild, denn rund zwei Drittel der Unternehmen konnten ihren Kurs nach der Emission - zum Teil deutlich – steigern, so Hoppenstedt.
Spitzenreiter dieser Betrachtung sei die Klöckner & Co. AG mit einem deutlichen Wertzuwachs von 85,9 %. Bei Moody’s erhielt das Stahl- und Metalldistributionsunternehmen – knapp drei Monate nach Börsengang – im langfristigen Corporate Family Rating ein Ba3. Die Aktien der Demag Cranes AG stiegen um 70,5 % und der Kurs des Spezialtiefbauunternehmens Bauer AG legte um fast 62 % zu. Im Rating von Standard & Poor’s erhielt Bauer ein BB mit positivem Ausblick. Schlusslicht des Hoppenstedt-Rankings ist die MAGIX AG mit einem Verlust von 56,1 % seit dem Börsengang.
Der bislang jüngste Börsengang, in diesem Ranking, war zugleich der Größte. Die SYMRISE AG erzielte bei Ihrem Gang aufs Parkett einen Emissionserlös von rund 1,4 Mrd. EUR. In der ersten Handelswoche konnte sich der Kurs immerhin um runde 8 % steigern. Ähnlich gut erging es davor auch der Aktie von der OPEN Business Club AG (Vol.: 75,27 Mio. EUR), die bislang +10 % gewann. ALTA FIDES (34,0 Mio. EUR) schaffte es nur knapp den Ausgabekurs zu halten (+0,5 %).
Der Hoppenstedt-Aktienführer bietet neben den Kommunikationsdaten und den Namen der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder in den Firmenprofilen auch wichtige Informationen über Tätigkeitsgebiet, Management, Wertpapierkennnummer, Jahresüberschuss, Gezeichnetes Kapital, Investor Relations, Gesellschafter, Beteiligungen, Kapitalentwicklung, Börsenbewertung, Kennzahlen, sowie die wichtigsten Posten aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung.
3. DBRS ratet erstmals schwedische Bankengruppe
Die kanadische Ratingagentur Dominion Bond Rating Service (DBRS) ratet die Skandinaviska Enskilda Banken AB (publ) (SEB) im langfristigen Bereich mit einem AA (low) und im kurzfristigen Bereich mit einem R-1 (middle). Damit hat die Agentur erstmalig die Schulden und Depositen der schwedischen Bankengruppe geratet.
Die Ratings, alle mit einem stabilen Trend, reflektieren erstens SEBs soliden und gut diversifizierten Finanzservices, konzessioniert im stark vom Wettbewerb bestimmten schwedischen Bankenmarkt, zweitens ihre Marktführerschaft im Norden in Nischensegmenten, wie zum Beispiel im Investmentbanking, Cash und Wealth Management, drittens ihre stark verbesserten Finanzgrundlagen im Vergleich zu früheren Perioden, viertens das ausgezeichnete Risikomanagement und fünftens erwartet DBRS irgendeine Form von zeitlicher systemischer Unterstützung für SEB in der höchst unwahrscheinlichen Situation eines Stressszenarios. SEBs strategischen Prioritäten sowie ihre Finanziellen Ziele wurden nochmals vom Topmanagement wiederholt, die mit den Erwartungen von DBRS übereinstimmen.
Indem SEB strikt den Risikomanagementrichtlinien folgt, hat die Gruppe eine höhere Granularität ihres Kreditportfolios erreicht und konnte ihre Assetqualitäten verbessern, obwohl die deutsche Niederlassung sich weiterhin in Aufbau befindet.
Die Ratings haben ebenfalls die aktiven internationalen Strategien der Bankengruppe berücksichtigt, die sowohl Risiko und Chancen darstellen. Beispielsweise sieht DBRS die deutsche Operation als „Achilles Ferse“, SEB hat vor einigen Jahren eine in Schwierigkeiten geratene deutsche Bank aquiriert, die bis jetzt die erwartete Finanzperformance von SEB noch nicht erreicht hat.
Ein wichtiger Bestandteil zur nachhaltigen Stärkung der Gruppenprofitabilität sei die Bemühung eine Effizienzsteigerung bei der Kosteneindämmung zu erreichen, einem Bereich, in dem SEB weiterhin hinter der Peergruppe im Norden rangiert, als Konsequenz der ehemaligen Strategien der Gruppe, so DBRS.
4. Rating und Unternehmenstransparenz
Seit Enron und WorldCom hat eine Vielzahl von Unternehmenskrisen sowohl in der Öffentlichkeit als auch in Fachkreisen eine Diskussion über die Corporate Governance in Gang gesetzt. Wie sollten Unternehmen organisiert sein, damit die Leistung des Managements transparent und kontrollierbar ist? Auf diese und weitere Fragen soll "Deutscher Corporate Governance Kodex - Ein Handbuch für Entscheidungsträger" Antworten geben (544 Seiten, ISBN-13: 978-3-7910-2422-6).
Die Herausgeber Norbert Pfitzer, Peter Oser und Christian Orth legen ein Buch mit Beiträgen ausschließlich von Experten der Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie der Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH vor. Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt Verhaltensvorschriften für Aufsichtsräte und Vorstände auf und regelt dabei die Informationspflichten gegenüber Aktionären ebenso wie gegenüber Abschlussprüfern. Die Autoren des Handbuches analysieren die einzelnen Bestimmungen des Kodex und bereiten sie für die praktische Anwendung auf. Die Autoren zeigen außerdem, wo sich Auslegungsspielräume bieten.
Dr. Karsten Füser und Dr. Mirjam Heidusch befassen sich in ihrem Beitrag mit der Ausstrahlung des Ratings auf die Unternehmenstransparenz. Dazu setzen sie sich zunächst mit dem Informationsgehalt eines Ratings auseinander und beantworten Fragen zu den Beurteilungsbereichen eines Ratings, zur Ratingnomenklatur, zu den Adressaten und zur Frage der Anerkennung von Ratings.
"Allein die Tatsache, dass sich ein Unternehmen der 'Durchleuchtung' durch eine Ratingagentur stellt, kann als Zeichen für seine Bereitschaft zu mehr Transparenz gedeutet werden", urteilen Füser und Heidusch. Um ein Ratingprozess zu verstehen, bedürfe es darüber hinaus innerhalb des Unternehmens selbst transparenter Strukturen. Mittels eines Ratings werde - unabhängig vom konkreten Urteil - ein positives Signal an die Öffentlichkeit gegeben.
Zur Erteilung eines Ratingurteils stehen der Ratingagentur neben öffentlich zugänglichen Quellen zahlreiche Detailinformationen über das Unternehmen zur Verfügung, die sie in Form interner Unterlagen oder im Rahmen eines ausführlichen Managementgesprächs, in der Regel verbunden mit einer Betriebsbesichtigung, erhält. Diese zusätzlichen Quellen sind der Öffentlichkeit, einschließlich der Aktionäre, in der Regel verschlossen, zeigen Füser und Heidusch auf. Über die von der Ratingagentur erstellte Bonitätsbeurteilung werden sie jedoch indirekt an alle Marktteilnehmer weitergegeben, ohne das berechtigte Interesse der Unternehmen an Datenschutz und vertraulicher Behandlung ihrer Interna zu missachten. Die Ratingagenturen übernehmen damit, so argumentieren die Experten weiter, die Funktion eines Transmitters zwischen den Unternehmen und der Öffentlichkeit und Investoren.
5. Feri’s Immobilienmarktrating
Beim Immobilienmarktrating der FERI Rating & Research GmbH (Feri) setzt das Rating an dem Immobilienmarkt an. Hier wird die Wirtschaftsregion mit Hilfe ausgewählter und prognostizierter Wirtschaftsindikatoren bewertet und der Einfluss auf Benchmarkimmobilien untersucht. Grundlagen des Immobilienmarktratings sind zum einen die zu beurteilenden Regionen, zum anderen die informationelle Basis zur Entwicklung des Ratingmodells. Durch die detaillierte Untersuchung der regionalen Branchen-, Bevölkerungs- und Einkommensstruktur wird das zukünftige Wertpotenzial verschiedener Immobilientypen unter Berücksichtigung des Risikos aufgezeigt.
Die Märkte sind nach Regionen detailliert einzuteilen. Die Prognoseergebnisse der "aussagefähigen Indikatoren" werden zu einem Rating verdichtet. Das Konzept der FERI setzt sich aus drei Komponenten zusammen: einer umfangreichen Regionaldatenbank für jede Region, einem ökonometrischen Prognosemodell für jede Region (das eingebettet ist in die Feri-Prognose für Gesamtdeutschland) sowie einem mathematischen Kalkulationsmodul, mit dessen Hilfe aus den Prognosen die Ratingergebnisse berechnet werden.
Zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage werden Regionenprofile und Lagetabellen erstellt. Mit Hilfe von ökonometrischen Modellen werden daraus die Prognosen für die Regionen abgeleitet. Schließlich leitet das Kalkulationsmodul die gewonnenen Daten ins "Regionen Rating" (= Immobilienmarktrating) über. Die "Regional Datenbank" umfasst insgesamt 60 Regionen. Auf aggregierter Basis wird das historische Wachstum der Region erfasst und nach Umsatzentwicklungen nach Branchen unterschieden, ebenso die Beschäftigung in den jeweiligen Branchen. Außerdem werden Indikatoren der Einkommens- und Preisentwicklung sowie zur Bauwirtschaft erhoben. Das Feri-Modell berücksichtigt beim Einkommen sowohl die Durchschnittseinkommen der Haushalte als auch die Einkommensverteilung. Der durch das Rating ausgedrückte Risikogehalt wird relativ zu den gegenwärtigen Marktpreisen und der bisherigen Entwicklung definiert.
Die Ratingergebnisse, der Kriterien wie auch das Gesamtergebnis, gliedern sich in die Klassen AAA, AA, A (Hohes Potenzial, geringes Risiko), B+ und B (Überdurchschnittliches Potenzial, unterdurchschnittliches Risiko), C (Durchschnittliches Potenzial, durchschnittliches Risiko), D und D- (Unterdurchschnittliches Potenzial, deutlich erhöhtes Risiko) sowie E und E- (Geringes Potenzial, hohes Risiko). Die einzelnen Klassen werden nochmals mit Punkten von 100-0 definiert.
Das Immobilienmarktrating eignet sich bei Entscheidungen bezüglich regionaler Markteintritts- und Vermarktungsstrategien, als Grundlage für Einzelobjektbewertungen, bei Kauf- und Verkaufsentscheidungen von Einzelobjekten oder für Portfolios, bei der Entwicklung von Investitionsstrategien und von Risikocontrollingmaßnahmen sowie bei der Bewertung von Immobilienportfolios.
Feri ist eine europäische Ratingagentur und eines der größten Wirtschaftsforschungs- und Prognoseinstitut mit Sitz in Bad Homburg und auf die Bewertung von Anlagemärkten und Anlageprodukten spezialisiert.
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Everling Advisory Services ist ein Unternehmen, das mit dem Bonitätszertifikat @rating Quality Label versehen wurde. Einsicht in die damit verbundene @rating Bewertung gibt http://www.cofacerating.de.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Oliver Everling
Everling Advisory Services
Email oliver@everling.de
Website http://everling.de
Telefon +49 (700) 38375464
Postfach 900336, 60443 Frankfurt am Main
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