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1. Coface verstärkt in islamischen Ländern
2. Öffentlichkeitsarbeit von Finanzorganisationen
3. Schleppender Zuckerquotenabbau stößt Südzucker sauer auf
4. MAR-Rating bewertet erste Projekte der EPOTECH AG
5. Interseroh steigt in US-Stahlrecycling-Markt ein
Literaturhinweis:
Hans E. Büschgen und Oliver Everling (Herausgeber): Handbuch Rating,
Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, Wiesbaden,
http://www.gabler-verlag.de, gebundene Ausgabe, 2., aktualisierte und
erweiterte Auflage, März 2007, 843 Seiten, ISBN 978-3834903013.
Der Link zur Literatur von Dr. Oliver Everling:
http://books.everling.biz
Börsen Radio Network AG:
Reform des Versicherungsvertragsrechts (Teil 1): Die neuen Regelungen
Für Versicherungsnehmer und Versicherer soll sich in Zukunft einiges ändern. Z.B. weichen u.a. die alten "alles-oder-nichts"-Regelungen oft einer variablen Lösung. Was hat sich sonst noch geändert? Worauf sollten die Versicherungsparteien achten und v.a. welche Konsequenzen hat das neue VVG für die Versicherungswirtschaft? Dr. Oliver Everling im Interview:
http://isht.comdirect.de/html/audio/detail/main.html?ID=11839&referer=overview&sort=up&type=all
Reform des Versicherungsvertragsrechts (Teil 2): Wie reagieren die Ratingagenturen?
Das Gesetz zur Reform des Versicherungsvertragsrechts wurde jüngst verabschiedet und hat nicht nur Konsequenzen in der Versicherungswirtschaft, sondern auch für deren Bewertung durch Ratingagenturen. Diese Ratingänderungen fallen ganz unterschiedlich aus. Ratingexperte Dr. Oliver Everling erklärt, warum das so ist:
http://isht.comdirect.de/html/audio/detail/main.html?ID=11843
Die Börsen Radio Network AG berichtet seit dem Jahr 1999 über die Entwicklungen am Aktienmarkt und gibt Einblicke in den Werdegang der deutschen Aktiengesellschaften. Hierfür produziert die Börsen Radio Network AG Radiobeiträge für deutsche Radiosender und beliefern Internet-Plattformen mit hörbaren Inhalten. Zum Portfolio zählen Marktberichte und Interviews mit verschiedenen Wertpapierhäusern, Analysten, Banken und Börsen. Sehr gefragt sind vor allem Interviews mit den Vorständen der zahlreichen Aktiengesellschaften.
Das Rating der Südzucker AG nach den Quartalszahlen: BBB+
Unter dem Strich stand ein Verlust von rund 36 Millionen Euro. Von September bis November kletterte der Umsatz um knapp sieben Prozent auf über 1,5 Milliarden Euro. Südzucker sieht sich mit geringeren Marktpreisen, höheren Lagerbestände sowie gestiegenen Zahlungen zum Aufkauf von Zuckerquoten konfrontiert.
http://isht.comdirect.de/html/audio/detail/main.html?ID=11886
Willkommen beim Everling Internet Newsletter Ausgabe 3/2008 vom 16. Januar 2008!
1. Coface verstärkt in islamischen Ländern
Coface, einer der weltweit führenden Kreditversicherer und Dienstleister im Forderungsmanagement (Ratings von Moody´s Aa3, Fitch Ratings AA, Standard & Poor's AA), will sein Geschäft in islamischen Ländern ausbauen. Wie Coface Deutschland mitteilt, wurde eine Kooperationsvereinbarung mit der Islamic Corporation for the Insurance of Investment and Export Credit (ICIEC) unterzeichnet. Zur ICIEC gehören 35 Länder im Mittleren Osten, in Afrika und Asien. Coface (www.coface.de) kann dort künftig Angebote für die Versicherung von Exportrisiken platzieren.
Die multilaterale Versicherungsgesellschaft ICIEC mit Sitz in Dschidda (Saudi-Arabien) wurde 1994 gegründet und gehört den Mitgliedsstaaten und der Islamischen Entwicklungsbank. Der Partner, der auch Mitglied in der Credit Alliance ist, einem von der Coface gegründeten Verbund internationaler Kreditversicherer und Kreditmanagementanbieter, deckt Investitions- und Exportrisiken von Unternehmen aus den beteiligten Ländern. Die Exportkreditversicherung der ICIEC ist nach Angaben von Coface schariakonform und beinhaltet sowohl die Übernahme wirtschaftlicher als auch politischer Risiken. Die Vereinbarung sieht vor, dass Coface seine internationale Kreditversicherungspolice Globalliance Contract (GAC) in die Kooperation einbringen wird.
Dank der Zusammenarbeit wird Coface künftig das Kreditversicherungsangebot auf alle Mitgliedsstaaten der ICIEC ausweiten können. In acht der Länder gibt es bereits Niederlassungen oder Büros, die unter anderem Wirtschaftsinformationen beschaffen und anbieten. Über Credit Alliance-Partner ist Coface indirekt in 15 weiteren dieser Länder präsent. Das erste Land, in dem die Kooperation jetzt umgesetzt wird, wird Bahrein sein. Weltweit ist Coface derzeit in 64 Ländern direkt vertreten. Nach eigenen Angaben hat die Gruppe 105.000 Unternehmen als Kunden, zu denen fast die Hälfte der weltweit 500 größten Konzerne gehört.
2. Öffentlichkeitsarbeit von Finanzorganisationen
In der Öffentlichkeitsarbeit von Finanzorganisationen gewinnen Ratings unabhängiger Agenturen an Bedeutung. Wie Zusammenbrüche einst namhafter Unternehmen zeigen, können Bonitätszweifel selbst große Konzerne in eine gefährliche Abwärtsspirale und zu einem Rückzug der Gläubiger führen. Insbesondere für Finanzorganisationen, für die ein einwandfreies Standing von existentieller Bedeutung ist, kommt es auf eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit an.
fischerAppelt ist eine führende inhabergeführte Agentur für integrierte Kommunikation in Deutschland mit rund 250 Mitarbeitern. Integrierte und kanalspezifische Kommunikation in den Bereichen Public Relations; Investor Relations; Design, Werbung, TV-Produktion, Internet und Intranet, Sponsoring, Event, Dialogmarketing und POS zählen zu den Kernkompetenzen der Agentur. Dr. Matthias Larisch, Geschäftsführer der fischerAppelt, ziegler GmbH in Frankfurt am Main, einer auf Finanzkommunikation spezialisierten Agentur der fischerAppelt-Gruppe, stellt anlässlich seines Vortrags im Europäischen Finanz Forum zunächst die Begriffsvielfalt heraus, die sich in der Kommunikation und in der Finanzkommunikation im Speziellen entwickelt hat. Seiner Abgrenzung nach versteht man unter Finanzkommunikation alle zielgerichteten Kommunikationsaktivitäten, die von Finanzorganisationen unternommen werden. Hierzu gehören insbesondere Finanz-PR, Investor Relations und Finanzwerbung.
Zielgruppe der Finanz-PR sei immer die allgemeine Öffentlichkeit, während die Zielgruppe der Investor Relations die Aktionäre seien. Bei der Finanzwerbung z.B. in Form von Anzeigen, Spots, Bannern, Plakaten, Mailings, Messeständen und Promotionsaktivitäten, geht es typischerweise um unterschiedliche Zielgruppen. Denn Werbung ist meist dann erfolgreich, wenn sie pointiert und auf die gewünschte Zielgruppe fokussiert ist.
Larisch stellt einige Besonderheiten der Finanz-PR heraus, die mit der volkswirtschaflichen Rolle der Finanzorganisationen einerseits und der engen Verzahnung zu den Investor Relations von Finanzorganisationen anderseits zusammen hängen. Um den Status quo der Öffentlichkeitsarbeit von Finanzorganisationen zu verdeutlichen, führt Larisch ein Vergleich der Finanzberichterstattung von 1987 und von 2007 an: 1987 begrenzte sich die Berichterstattung in führenden Tageszeitungen fast ausschließlich auf Aktien und Anleihen; andere Finanzprodukte wurden quasi nicht erwähnt. Fokussierung auf Marktdaten, sachlich-nüchterne Marktbeschreibungen von den Börsenplätzen der Welt und dies in einer schwer verständlichen Sprache seien damals die typischen Charakteristika in der Finanzberichterstattung der Frankfurter Allgemeine Zeitung wie auch des Handelsblatt gewesen. Die Finanzberichterstattung vor 20 Jahren war eine reine Insider- Berichterstattung, Zielgruppe waren folglich Marktteilnehmer und sehr erfahrene Anleger.
Heute findet dagegen eine umfangreiche Berichterstattung über alle Geldanlageformen statt, z. B. Fonds, Zertifikate, Optionen, Immobilien oder Gold. Verlagert hat sich auch der Blickwinkel und die Tonqualität: Typisch ist die Fokussierung auf den Verbrauchernutzen, die häufige Einbindung von Analysen, Studien, Umfragen, Zitaten und Markteinschätzungen von Marktteilnehmern und die Verwendung einer verständlicheren Sprache. Die veränderte Berichterstattung schlägt sich auch in einem anderen Vokabular nieder: Im gesamten Jahr 1987 fand sich beispielsweise der Begriff "Geldanlage" nur 66 mal im Handelsblatt, im Jahre 2007 dagegen 1.905 mal. Dass das Thema Finanzen auch außerhalb der gängigen Finanz-und Wirtschaftsmedien an erheblicher Bedeutung gewonnen hat, weist Larisch anhand einer Auswertung über die am häufigsten erwähnten Branchen in den 50 größten Printpublikationen der Tages- und Wochenpresse nach. Gemäß dieser Auswertung liegt das Thema „Finanzen“, nach „Automobil“, „Medien“ und „Elektronik“ an vierter Stelle.
Als eine der Herausforderungen in der Öffentlichkeitsarbeit von Finanzorganisationen sieht Larisch die geringe Markenorientierung von Finanzunternehmen an. Eine Gegenüberstelllung der Global Titans 50 und der 50 wertvollsten Marken zeigt, dass die größten Finanzorganisationen nur vergleichsweise geringe Markenwerte aufweisen. Die Relation zwischen Marktkapitalisierung und Markenwert ist bei Finanzorganisationen durchschnittlich deutlich geringer als bei anderen Branchen stellt Larisch fest. Allianz und Deutsche Bank schneiden in den Markenwerten der DAX 30 -Unternehmen günstig ab, hinten seien aber Postbank (Platz 23), Commerzbank (Platz 25), Deutsche Börse (Platz 26) und Hypo Real Estate (Platz 29) angesiedelt.
Befragt man die Deutschen nach Ihrem Vertrauen in einzelne Berufe, so tauchen in einer langen Liste von Berufen die Finanzberater erst auf den letzten Plätzen auf. Nur 20 Prozent der Deutschen- und 38 Prozent der Europäer- haben Vertrauen in Finanzberater. Die vordersten Plätze nehmen Feuerwehrmänner (94 Prozent bzw. 95 Prozent), Piloten (93 Prozent bzw. 92 Prozent) und Krankenschwestern (91 Prozent bzw. 86 Prozent) ein. Pfarrer genießen in Deutschland dasselbe Vertrauen wie Taxifahrer (55 Prozent), während Politiker mit 5 Prozent den schlechtesten Vertrauensbonus genießen.
Auswertungen über die Kundenzufriedenheit zeigen, dass sich Banken und Sparkassen zwar in den vergangenen Jahren verbessert haben, sie liegen aber immer noch weit hinter Optikern, Buchversand und -clubs, Reiseveranstaltern, Kfz-Prüfstellen, Elektrohaushaltsgroßgeräten, Kaffeefachgeschäften oder Drogerien. Alarmierend sei die geringe Zufriedenheit mit Fondsgesellschaften, die einen ähnlichen Kundenzufriedenheitswert wie Finanzämter besitzen.
Bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Öffentlichkeitsarbeit von Finanzorganisationen macht Larisch auf drei wesentliche Bereiche aufmerksam. Erstens: Information overload, selektives Informationsverhalten und das damit verbundene Wahrnehmungsproblem erfordern auf Seiten der kommunizierenden Unternehmen einen integrierten Kommunikationsansatz, d.h. eine in sich konsistente, die gleichen Botschaften vermittelnde Kommunikation über alle Kommunikationskanäle hinweg. PR, IR, Werbung und alle sonstigen Kommunikationskanäle müssen sich künftig noch deutlich stärker abstimmen und zusammenarbeiten. Die Grenzen zwischen den Disziplinen verschwimmen zunehmend. Zweitens: Es hat eine starke Veränderung des Medienverhaltens gegeben. Nach neuesten Untersuchungen beschäftigt sich der durchschnittliche Deutsche heute nur noch 26 Minuten mit der Zeitungslektüre, sucht täglich aber schon 56 Minuten Informationen im Internet. Aktive Informationssuche und Infotainment werden stärker nachgefragt. Dies führt dazu, dass sich auch der Kommunikationsprozess zwischen Unternehmen und Stakeholdern verändert. Zukünftig wird eine passive Informationsbereitstellung nicht mehr genügen, der Trend geht zum direkten Dialog und zur Interaktivität. Dies hat wiederum Auswirkungen auf das Antwortverhalten, auf die Antwortgeschwindigkeit und auf die geforderte Individualität der Kommunikation.
In der gleichen Richtung verändert sich laut Larisch auch das Verhältnis zwischen Unternehmen und Medien. Journalisten haben in immer kürzerer Zeit immer mehr zu leisten. Während es früher durchaus üblich war, dass ein Journalist nur einen Artikel pro Tag schreiben musste, muss dieser heute deutlich mehr Beiträge erstellen und dies auch für unterschiedliche Mediengattungen wie Print, Online oder sonstige Mediengattungen. Hierin liegt die Chance für kommunizierende Unternehmen: Indem sie den Journalisten die Arbeit erleichtern und ihre Aufgabe als Servicefunktion betrachten, sind sie in der Lage, ihre Botschaften zu streuen.
Drittens: Larisch geht davon aus, dass das Thema „Finanzen“ weiterhin an Bedeutung gewinnen wird. Dies führt aber auch dazu, dass sich die Tonalität der Berichterstattung verschärfen wird. Bereits heute ist eine starke Zunahme von Krisenfällen bei Finanzorganisationen festzustellen. Zu erwarten ist, dass diese eher noch zunehmen. Eine klare Positionierung, der Aufbau von Vertrauen und eine Kommunikation auf Augenhöhe nennt Larisch als die geeigneten Reaktionen der Finanzorganisationen auf diese Entwicklungen. Wichtig sei, dass Finanzorganisationen auch ihren Beitrag zu einer Verbesserung des Finanzwissens in Deutschland leisten.
3. Schleppender Zuckerquotenabbau stößt Südzucker sauer auf
Das Zahlenwerk von Südzucker muss auch im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2007/08 einen erheblichen Ergebnisrückgang im Zuckergeschäft verbuchen, schreibt Nina Kilb vom Fixed Income Research der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Credits Corporates. Hintergrund ist die bisher unzureichende Reduzierung der vergebenen Zuckerquoten in Verbindung mit erheblich geringeren Exportmöglichkeiten und das daraus resultierende europaweite Zuckerüberangebot. Für Südzucker bedeutet dies geringere Marktpreise, höhere Lagerbestände sowie gestiegene Zahlungen an den zum Aufkauf von Zuckerquoten eingerichteten Restrukturierungsfonds. Für Südzucker sind die Ratings der drei führenden Agenturen mit Baa2 stabil, BBB stabil und BBB stabil zu verzeichnen, der CRESTA-SCORE der DZ BANK weist auf ein BBB+.
Insgesamt schrumpfte das operative Ergebnis (EBITDA) der Zuckersparte bei leicht gestiegenen Umsätzen im dritten Quartal von 154,0 Millionen Euro auf 113,7 Millionen Euro und für die ersten neun Monate von 355,2 Millionen Euro auf 170,5 Millionen Euro. Dieser Rückgang konnte von den Bereichen Spezialitäten und Frucht nicht kompensiert werden, so dass auf Konzernebene das EBITDA in den ersten neun Monaten bei einem nahezu konstanten Umsatz von 4,4 Millarden Euro von 553,2 Millionen Euro auf 383,1 Millionen Euro sank.
Die EU-Kommission hat auf die schleppende Quotenrückgabe reagiert und die Konditionen zur Rückgabe von Zuckerquoten im September 2007 verbessert. Sie hofft damit, erläutern die Analysten der DZ BANK, dass die angestrebte Quotenrückgabe ohne weitere Deklassierungen (entschädigungslose Streichung von Quoten für ein Zuckerwirtschaftsjahr) oder prozentuale Quotenkürzungen (endgültig und ebenfalls entschädigungslos) für alle Anbieter zu erreichen.
Im Einzelnen sieht die Vereinbarung folgende Punkte vor, berichtet Kilb: Der Anteil der Rübenanbauer an der Entschädigung wird auf 10 Prozent festgelegt (bisher eher unklar formuliert, konnte je nach Region auch erheblich höher ausfallen). Zusätzlich erhalten sie von der EU eine einmalige Beihilfe und ein Initiativrecht zur Quotenrückgabe, so dass der Anreiz der Rübenanbauer zum Ausstieg erheblich steigt. Zuckerhersteller, die Quoten in Verbindung mit einem Kapazitätsabbau zurückgeben, erhalten hierfür nicht nur 90 Prozent der Entschädigung (d.h.562,50 Euro/Tonne), sondern sind darüber hinaus für diese Quote auch von der Restrukturierungsabgabe befreit. Dies gilt auch für die bereits deklassierten Quoten (13 Prozent der Gesamtquoten), die für das laufende Zuckerwirtschaftsjahr 2007/08 ohnehin nicht nutzbar gewesen wären. Die Rückgabe dieser Quoten muss bis zum 31.Januar 2008 erfolgen. Unternehmen, die mindestens die deklassierten Quoten zurückgeben, können bis 31.März 2008 auf Basis der dann vorliegenden Informationen weitere Quoten zu denselben Konditionen zurückgeben.
Südzucker wird sich an dem Quotenabbau mit der Rückgabe von insgesamt 15 Prozent seiner Quoten beteiligen und die notwendigen Schritte zum Kapazitätsabbau einleiten. Vor diesem Hintergrund erwartet der Konzern für das Gesamtjahr einen Umsatz von 5,5 Millarden Euro sowie ein EBIT von mindestens 210 Millionen Euro. Weiterhin bleibt der Ausblick für das Zuckersegment vor dem Hintergrund der Unsicherheiten über den Erfolg der EU bei der Quotenrücknahme derzeit sehr unklar. Die Analysten der DZ BANK gehen jedoch weiterhin davon aus, dass es sich bei den derzeitigen Ertragsproblemen der Zuckersparte um einen vorübergehenden Zustand handelt.
4. MAR-Rating bewertet erste Projekte der EPOTECH AG
Im Rahmen der Platzierung von Commercial Papers der EPOTECH AG hat die MAR-Rating GmbH die ersten Bewertungen vorgenommen. Die Vorhaben der EPOTECH AG werden in jeweils einem CP verbrieft und potentiellen Investoren angeboten. Bewertet wurden die Vorhaben der Tassa GmbH und der Norwegian Silicon Refinery AS.
Die Tassa GmbH betätigt sich am neuen Energiemarkt mit der Entwicklung von hocheffizienten kleinen Horizontalwindenergieanlagen von 5 bis 25 kW für einen Massenmarkt einschließlich verschiedener Applikationen für die Bereiche Heizung, Strom, Wasser und Wasserstoff und wurde im Jahr 2005 gegründet.
Das Unternehmen ist eine reine F&E - Gesellschaft. Die Vermarktung der Entwicklungen erfolgt in der Bundesrepublik Deutschland über die neu gegründete Tassa Vertriebs GmbH. Weltweit über die AES Energy Technologies AG in Wien, der die weltweiten Vermarktungsrechte, außer auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, übertragen wurden.
Die TASSA GmbH ist in einem wachstumsstarken Markt tätig. Das von der Gesellschaft adressierte Marktsegment der kleinen, hocheffizienten und rentablen Windkraftanlagen, wird derzeit nicht abgedeckt. Als Abnehmer kommen vor allem private Haushalte im ländlichen Bereich sowie Betriebe aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft und Gewerbebetriebe in Frage. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes liegt das Marktvolumen in Deutschland bei ca. 6 Milliarden Euro.
Die MAR-Rating GmbH hält das Vorhaben der TASSA GmbH, die vertikale Windenergieanlage im Markt zu etablieren, für Erfolg versprechend. Da eine Neueinführung in den Markt immer mit Risiken hinsichtlich der Akzeptanz verbunden ist, nehmen sowohl Marketing als auch Vertrieb eine nicht unwesentliche Stellung ein. Die Vertriebserfahrung des Managements trägt in einem hohen Maße dazu bei, dass die Etablierung des Produkts erfolgreich sein kann, so die Analysten der MAR. Da die TASSA GmbH mit den jeweiligen Marktführern für die Produktion der benötigten Komponenten zusammenarbeitet, wird die Qualität der Produktvarianten sichergestellt. Die Analysten der MAR-Rating GmbH bewerten das Vorhaben der Tassa GmbH mit BBBE.
Die Norwegian Silicon Refinery AS wird als norwegische Aktiengesellschaft im Bereich der Siliziumgewinnung tätig werden. Das Unternehmen will bis 2012 eine Raffinerie in Norwegen mit einer Gesamtkapazität von 5.400 Tonnen für die Produktion höherwertigeren Siliziums für die Solarindustrie errichten. Die Norwegian Silicon Refinery AS wird einen neuartigen, patentierten Prozess zur Gewinnung des Siliziums einsetzen. Dieser Prozess, nachfolgend Stubergh-Verfahren genannt, soll einen erheblichen Kostenvorteil gegenüber den marktüblichen Verfahren aufweisen.
Der Absatzmarkt für diese spezielle Art des Siliziums ist aufgrund der zunehmenden Bedeutung der erneuerbaren Energien gesichert und wird für das Projekt positive Auswirkungen haben, so ein MAR Sprecher.
Die Norwegian Silicon Refinery AS wird in einem Markt mit außergewöhnlich hohen Renditechancen tätig. Das Gesamtkonzept ist lt. MAR-Rating GmbH gut durchdacht und bietet hohe Chancen bei, für einen Marktneueintritt, akzeptablem Risiko. Das Managementteam war lange Jahre in ähnlichen bzw. vorgelagerten Branchen in Führungspositionen tätig und hat bewiesen, dass es ein Unternehmen mit Erfolg leiten kann.
Das Stubergh-Verfahren, welches einen deutlichen Kostenvorteil gegenüber dem allgemein üblichen Siemens-Prozess bieten soll, wurde laut Aussagen des Managements, im Kleinversuch erfolgreich getestet. Trotzdem wird das Unternehmen bei Generierung der angedachten Kostenvorteile auch bei niedrigeren Marktpreisen hochprofitabel arbeiten können. Insgesamt stufen die Analysten der MAR-Rating GmbH das Projekt als sehr viel versprechend und chancenreich ein und bewerteten es entsprechend mit AE.
5. Interseroh steigt in US-Stahlrecycling-Markt ein
Im Anschluss an die im April 2007 vereinbarte Kooperation für eine strategische Allianz hat die deutsche, börsennotierte Dienstleistungs- und Rohstoffhandelsgruppe Interseroh ihre Option zum Anteilserwerb von 25 Prozent an dem US-amerikanischen Stahlrecycler und Stahlschrotthändler ProTrade Group LLC, Hudson/Ohio, gezogen. Die Vereinbarung aus dem vergangenen Jahr sieht zudem vor, dass das Investment mittelfristig auf 75 Prozent ausgedehnt werden kann.
Für das Stahl- und Metallrecyclingsegment von Interseroh eröffnet sich damit der Zutritt zu dem mit ca. 60 Millionen Jahrestonnen weltweit größten Stahlschrottmarkt USA. Für die in der ProTrade Group gebündelten Recyclingaktivitäten bedeutet die Beteiligung eine Stärkung der eigenen Finanzkraft zum weiteren Ausbau der Position in den Vereinigten Staaten sowie einen fortlaufenden Know-how-Transfer in den Bereichen Produktion, Technik und Umwelt.
Das US-Unternehmen hatte sich in den letzten Jahren neu ausgerichtet: Die Stahl- und Metallschrotthandelsaktivitäten wurden um mehrere Produktionsstandorte für die Aufbereitung und Verarbeitung sowie um diverse Sammel- und Umschlagplätze erweitert. Unter anderen gehören eine Elektroschrott-Aufbereitungsanlage in Florida und zwei Shredderstandorte im Mittleren Westen sowie mehrere Handelsbüros in dieser Region und an der Ostküste zu der Unternehmensgruppe. Das 1994 gegründete US-Unternehmen verarbeitete bzw. vermarktete zuletzt über eine Million Tonnen Stahlschrott pro Jahr. Der Umsatz betrug in den letzten drei Jahren durchschnittlich rund 250 Millionen Dollar per annum.
„Interseroh realisiert durch die Beteiligung den Einstieg in den US-Schrottmarkt. Dort fallen angesichts der Größe des Marktes häufig richtungsweisende Entscheidungen für den Markt selbst und für die Preisfindung im Stahl- und Metallschrott“, begründete der Interseroh-Vorstandsvorsitzende Johannes-Jürgen Albus den Schritt. „Interseroh wird sich fortlaufend mehr internationalisieren“, so Albus.
Die geschäftliche Erfolgsmeldung der Interseroh bedeutet nicht ohne weiteres, dass die Gesellschaft aufgrund ihres verstärkten Engagements im Recycling auch ein gutes Nachhaltigkeitsrating erhält. Das Corporate Responsibility Rating der oekom research AG zum Beispiel basiert auf der weltweit umfassendsten Kriteriensammlung zur ethischen Bewertung von Unternehmen - dem Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden - und bewertet auf der Basis von 200 Untersuchungskriterien die Verantwortung des Unternehmens gegenüber der Gesellschaft und den Kulturen (Kulturverträglichkeit) , den von den Unternehmensaktivitäten betroffenen Menschen (Sozialverträglichkeit) und der natürlichen Umwelt (Naturverträglichkeit). Jedes Unternehmen wird im Vergleich zum Branchenstandard analysiert, so dass es nicht per se bessere Ratings für Unternehmen erteilt werden, die mit Recycling oder umweltfreundlichen Technologien zu tun haben.
Die Interseroh-Gruppe mit Sitz in Köln, über 70 Standorten und rund 1.700 Mitarbeitern in Deutschland und Europa will für qualitativ hochwertiges Recycling und moderne Kreislaufwirtschaft stehen. Jack Kessick, Vorstand des US-Stahl- und Metallrecyclers, sieht viele Vorteile in der Verbindung mit Interseroh: „Wir profitieren schon heute, nach knapp einem Jahr der ausgesprochen konstruktiven Zusammenarbeit, von der Kompetenz dieses in Europa führenden Unternehmens. Interseroh ermöglicht uns gezieltes Wachstum. Und wir setzen im Produktionsbetrieb und beim Umweltschutz auf die Kompetenz aus Deutschland, um unsere Prozesse weiter zu optimieren und umweltgerecht zu steuern.“
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Everling Advisory Services ist ein Unternehmen, das mit dem Bonitätszertifikat @rating Quality Label versehen wurde. Einsicht in die damit verbundene @rating Bewertung gibt http://www.cofacerating.de.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Oliver Everling
RATING EVIDENCE GmbH
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